Auf dem Rückweg nach CArboneras fahren wir im Zickzack, die Landschaft ist herrlich hügelig mit Olivenhainen allüberall, da muss ja wohl das beste Olivenöl herkommen…
Oder mindestens die Mantecados, eine Spezialität der Guetsli von Estepa.
Vis Puente Genil, ein neuer Verkehrspunkt des AVE Schnellzuges Barcelona Malaga lässt mich wieder einmal staunen, mitten im Nichts ein riesiger moderner Bahnhof, kein Mensch weit und breit. Mit Mühe und Not erhalte ich eina Angabe von einem Aetti, der wohl direkt vom Olivenhain ins Büro gesteckt wurde. Seine Finger suchen mühsam die Tasten und nach 10 Minuten weiss ich, dass 3x im Tag ein Zug von Cordoba nach Malaga hier hält.
Komische Sache… 8km weiter sehen wir eine Stadt und ein weiterer Bahnhof, das muss ich nun aber wissen. Aha die alte Linie nach Cordoba 3 mal im Tag fährt ein Zug.
6 Züge 2 Bahnhöfe, die nichts miteinander zu tun haben… unglaublich!
In Archidona essen wir in einem mesón, der Chef hat ein Jahr in der Schweiz und ein Jahr in Deutschland gearbeitet, hat es aber nicht so schön gefunden und ist wieder zurückgekehrt.
Er war Schreiner und arbeitet auf den Gemüsefeldern.
Hier in seiner Heimat hat er nun sein Restaurant gezimmert aus dunklem Schwedenholz. Urgemütlich und mollig warm, denn draussen pfeift ein kalter Sierra Nevadawind. Und tatsächlich am Puerto Huetor fällt das Termometer auf 4 °, brrrrr. Müde aber beeindruckt kehren wir nach Carboneras zurück.
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