Samstag, 27. November 2010

Estepa-Lucena-Archidona Carboneras



Auf dem Rückweg nach CArboneras fahren wir im Zickzack, die Landschaft ist herrlich hügelig mit Olivenhainen allüberall, da muss ja wohl das beste Olivenöl herkommen…
Oder mindestens die Mantecados, eine Spezialität der Guetsli von Estepa.
Vis Puente Genil, ein neuer Verkehrspunkt des AVE Schnellzuges Barcelona Malaga lässt mich wieder einmal staunen, mitten im Nichts ein riesiger moderner Bahnhof, kein Mensch weit und breit. Mit Mühe und Not erhalte ich eina Angabe von einem Aetti, der wohl direkt vom Olivenhain ins Büro gesteckt wurde. Seine Finger suchen mühsam die Tasten und nach 10 Minuten weiss ich, dass 3x im Tag ein Zug von Cordoba nach Malaga hier hält.
Komische Sache… 8km weiter sehen wir eine Stadt und ein weiterer Bahnhof, das muss ich nun aber wissen. Aha die alte Linie nach Cordoba 3 mal im Tag fährt ein Zug.
6 Züge 2 Bahnhöfe, die nichts miteinander zu tun haben… unglaublich!
In Archidona essen wir in einem mesón, der Chef hat ein Jahr in der Schweiz und ein Jahr in Deutschland gearbeitet, hat es aber nicht so schön gefunden und ist wieder zurückgekehrt.
Er war Schreiner und arbeitet auf den Gemüsefeldern.
Hier in seiner Heimat hat er nun sein Restaurant gezimmert aus dunklem Schwedenholz. Urgemütlich und mollig warm, denn draussen pfeift ein kalter Sierra Nevadawind. Und tatsächlich am Puerto Huetor fällt das Termometer auf 4 °, brrrrr. Müde aber beeindruckt kehren wir nach Carboneras zurück.

Carmona die Geheimnissvolle




Carmona
Stolz erhebt sich diese alte Stadt ( 1000 v. Chr. erste Blütezeit) auf einem Hügel, wo einem der Wind von allen Seiten um die Ohren pfeift. Durch altehrwürdige Stadttore gelangt man in den gut erhaltenen historischen Teil. Die Herren-Häuser stehen still und verschlossen da, kaum ein Geschäft ist erkennbar. Die Strassenlaternen nur schwach beleuchtet. Ein Strassengewirr führt den Besucher in abgelegene Teile. Nur die Kirchtürme dienen zur Orientierung. Ein altes Schloss wurde in einen Parador umgebaut. Die Kirchenglocken läuten ohrenbetäubend laut. Die Plaza San Fernando bietet etwas Raum in der Enge. In der Nacht ist es beinahe gespensterhaft, kein Mensch auf der Strasse, alles mit Laternen beleuchtet. Nur wenige Leute in den Restaurants.
Am SOnntagmorgen eilen einige durch die Strassen und kaufe Brot, kein Geschäft, ein Hauseingang, ein Durchreichefenster, wie im Kloster.

Quadalquivir und seine Dörfer





Valle del Quadalquivir

Rio de Almodóvar liegt wunderbar eingebettet zwischen dem Schloss und dem Fluss Quadalquivier. Das Schloss wurde von einem Grafen im letzten Jahrhundert renoviert.
Eine Befestigungsanlage mit einem wunderbaren Rundblick wurde „detailgetreu“ nachgebaut, mit all den verschiedenen Türmen sieht es sehr verspielt aus. Heute birgt es ein Restaurant, eine Kapelle, einen Innenhof mit Cafetería sowie eine Privatwohnung mit Schwimmbad.
Beim nächsten Städtchen in Posadas suchen wir den Bahnhof, er ist etwas verlassen . Die Serviertochter des Restaurants weiss den Fahrplan auswendig für die Züge nach Córdoba
Oder Sevilla. Vermutlich verkauft sie auch gleich noch die Billete. Weiter geht’s nach Palma del Río eine langgezogene Stadt, modern mit vielen Geschäften.
Dann geht’s querfeldein durch Orangen- und Olivenplantagen zur Hügelstadt Carmona.

Osuna





Osuna Universitätsstadt
Osuna
30km von Ecija entfernt liegt die Universitätsstadt Osuna. Hoch über dem Städtchen thront das Monasterio mit Museum. Vis avis die alte Universität mit seinen komischen Türmchen und einem patio als Innenhof. An den Hang geschmiegt die Stadt mit seinen Herrenhäusern, alten Barockportalen und Holztüren. Sogar ein Bahnhof hat es, mit Leuten die nach Sevilla fahren, ca 1 Zugstunde entfernt, entweder Linie Almería Granada- Antequera Osuna oder Malaga –Osuna. Im Guadalinfo können wir ins Internet, eine Institution die es überall in Andalusien gibt, neben den Bibliotheken die andere Oeffnungszeiten haben.
Der Stadtpark ist sehr gepflegt, alt und jung können dort in der Freizeit ihre Aktivitäten ausführen, sogar ein Musikpavillon steht bereit.
Ecija Stadt der Sonne
Wir haben das Glück mit unseren Freunden Ecija anschauen zu können, eine Stadt die schon in römischen Zeiten eine wichtige Rolle spielte. Sie liegt am Fluss Genil, der in der Sierra Nevada entspringt. Das 18. Jahrhundert hat die Stadt mit Barockbauten geprägt, deren Portale und Wappen noch heute zu bewundern sind. Im Sommer muss hier eine Bruthitze herrschen, ihr Name Stadt der Sonne! 7 Kirchtürme sind im alten Stadtteil zu bewundern, ein Pater erklärt uns, wie die Restaurierung des musulmanischen Teils gedacht ist. Heute ist die Stadt sehr modern mit unterirdischem Parking und schönen Einkaufsstrassen. Ausserhalb im Einkaufszentrum, das täglich offen ist, kann auch das Kino besucht werden.
Ecija ist eine der Städte die Irving Washingten beschrieb (europäische Kulturroute).

Samstag, 20. November 2010

Carboneras- Ecija campo
Nach dem Mittagessen fahren wir los Richtung Granada-Antequera-Ecija. Im Cortijo Bonderosa warten unsere Freunde vom Hostal Antonio auf uns. Die Kinder freuen sich und wir feiern ein Wiedersehen mit Lola und Antonio und der Yaya. Das Cortijo ist in einer U-Form konstruiert und hat einen Patio mit einem Baum in der Mitte.Wir erhalten ein Zimmer mit eigenem Bad und Aufenthaltsraum, den wir aber nie benützen, da wir die Wärme der Estufa suchen. Die Estufa ist ein einfacher Eisenofen, der dauernd mit Holz gefüttert wird. Oben kann man Kastanien braten